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FAQ. Ernährungsberatung

Was ist Adipositas?
Adipositas ist ein Zustand, der durch eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper gekennzeichnet ist. Die Adipositas wird heute als eine chronische Gesundheitsstörung verstanden. Sie beruht auf einer polygenetischen Veranlagung, geht mit einer hohen Begleit- und Folgemorbididtät einher und erfordert ein langfristiges Behandlungs- und Betreuungskonzept. Übergewicht und Adipositas sind in der Bevölkerung epidemisch verbreitet. Etwa jeder dritte erwachsene Bundesbürger ist deutlich übergewichtig und sollte aus medizinischen Gründen Gewicht abnehmen. Längst ist unbestritten, dass Übergewicht und Adipositas hohe Kosten für das Gesundheitssystem verursachen. Knapp 5 % aller Gesundheitsausgaben in den Industrieländern werden für die Behandlung der Adipositas und ihrer Folgen aufgewendet.

Mögliche Ursachen zur Entstehung von Adipositas
Nicht allein fettes Essen, wenig Bewegung und eine Schwäche für Schokolade führen zum Übergewicht. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Entstehung von Adipositas beeinflussen und fördern. Oft sind es genetische oder soziale Ursachen, die bereits im Kindesalter zu einem erheblichen Übergewicht führen.

WARUM IST ADIPOSITAS SO GEFÄHRLICH FÜR DEN KÖRPER?

Die im folgenden aufgeführten Krankheiten können, müssen aber nicht auftreten. Allerdings steigt das Risiko mit jedem überflüssigen Kilogramm. Ständige Überlastung schädigt häufig bereits in jungen Jahren Gelenke, Wirbelsäule oder Sehnen. Auch die Füße können Schaden nehmen. Deshalb sollten Kinder, die bereits übergewichtig sind, einen Orthopäden aufsuchen. Einlagen können möglicherweise Fußverformungen vorbeugen. Zuviel Gewicht beeinträchtigt auch die Schnelligkeit, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit. Daher sind dicke Kinder einer größeren Verletzungs- beziehungsweise Unfallgefahr ausgesetzt.
GALLENSTEINE; FETTLEBER UND ZUCKERKRANKHEIT.
Übergewicht belastet auch die Organe, so dass es schon vergleichsweise früh im Erwachsenenalter, selten auch schon im Kindesalter, zu Problemen mit Herz, Gefäßen und Leber kommen kann. Auch Stoffwechselstörungen, wie erhöhte Blutzucker-, Cholesterin- und Harnsäurewerte und Bluthochdruck können die Folgen kindlichen Übergewichtes ein. Zudem ist das Risiko für die Entstehung von Gallensteinen deutlich höher. Weil Übergewicht auch die Lungenfunktion beeinträchtigt, wird die Atmung vermindert und die Sauerstoffsättigung des Blutes reduziert. Dies kann zu Schlafstörungen führen und die Lern- und Gedächtnisfunktion stören. Auch gewisse Krebskrankheiten kommen bei den Übergewichtigen häufiger vor.
200 PROZENT HÖHERES STERBLICHKEITSRISIKO.
Eine Studie belegt, dass Männer im Alter zwischen 15 - 39 Jahren mit mehr als 115 Kilogramm Körpergewicht, ein fast 200 Prozent höheres Sterblichkeitsrisiko tragen als Schlanke. Mit Zunahme des Gewichtes steigen die Sterblichkeitsraten fast parallel.

Diabetes mellitus
Diabetes mellitus ist ein Überbegriff für verschiedene Stoffwechselkrankheiten. Die Gemeinsamkeit ist, dass sie zu erhöhten Blutzuckerwerten führen. In Deutschland leben rund sechs Millionen Diabetiker - davon sind etwa 200.000 Menschen Typ-1-Diabetiker. Schätzungsweise 15.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland neu. Typ-1-Diabetes wird durch den absoluten Mangel am Hormon Insulin verursacht. Dieser Diabetestyp heißt deshalb auch insulinabhängiger Diabetes mellitus. Meistens beginnt die Erkrankung schon im Kindes- und Jugendalter, aber auch im fortgeschrittenen Alter kann sich Typ-1-Diabetes entwickeln. Die Krankheit ist derzeit noch nicht heilbar, lässt sich aber gut mit Insulin behandeln. Allerdings müssen die Patienten das lebenslange Spritzen von Insulin in Kauf nehmen. Für jeden Diabetiker ist es wichtig, den Blutzucker optimal einzustellen. Nicht nur, um akute Entgleisungen des Stoffwechsels wie eine Unterzuckerung zu verhindern, sondern auch um diabetische Folgeerkrankungen zu vermeiden oder hinauszuzögern.

Osteoporose (Knochenschwund)
Unter Osteoporose versteht man eine Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion, die zu einer schmerzhaften mechanischen Instabilität des Skelettes mit der Gefahr von Knochenbrüchen führt. Die wichtigsten Formen der Osteoporose sind die postklimakterische und die Altersosteoporose. Ganz allgemein liegt der Osteoporose ein Missverhältnis zwischen Knochenaufbau und -abbau zu Grunde. Das Hauptsymptom der Erkrankung sind vor allem starke Knochenschmerzen. Als Komplikation treten Knochenbrüche auf, die zu dauerhaften Veränderungen des Skeletts, z.B. zu einer Abnahme der Körpergröße, führen können. Eine Diagnose der Osteoporose im Frühstadium ist bisher nur eingeschränkt möglich. Die fortgeschrittene Erkrankung dagegen ist auf Röntgenbildern meist gut zu erkennen. Die Behandlung der Osteoporose beruht auf einer medikamentösen Beeinflussung des Knochenstoffwechsels. Die unbehandelte Osteoporose schreitet ständig voran und kann zu Invalidität und Pflegebedürftigkeit führen. Von besonderer Bedeutung sind vorbeugende Maßnahmen, zu denen neben einer kalziumreichen Ernährung und regelmäßiger körperlicher Bewegung die Hormonersatztherapie bei Frauen in den Wechseljahren gehört. Dabei ist eine Hormonbehandlung durch neueste Studien in den USA stark in die Kritik geraten.

Mangelernährung
Was ist Mangelernährung?

Mangel(hafte) Ernährung resultiert aus einer negativen Nährstoffbilanz, d.h. das Angebot der zugeführten Nahrungsbestandteile kann den Bedarf an diesen Substanzen nicht decken. Man unterscheidet quantitative Mangelzustände (Energie- und Proteinmangel) und qualitative Mangelzustände, bei denen der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen nicht gedeckt wird. Gerade die zweite Form ist in unserer westlichen Gesellschaft relativ häufig.

Ursachen der Mangelernährung
Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit und nachlassendes Durstempfinden sind bei Auftreten einer chronischen Erkrankung oder im Alter häufig anzutreffen. Grund: Abnehmende Sinnesqualitäten: Geschmack, Geruch, Sehen. Aber auch durch verringerte Stoffwechselrate, verringerte körperliche Aktivität, erhöhte Aktivität von Sättigungsfaktoren (z.B. Cholecystokinin) und verringerter Eßantrieb durch Veränderungen von Neurotransmittern (z.B. endogene Opioide).
Kau- und Schluckstörungen
Schluckstörungen sind in Folge von altersbedingten körperlichen Veränderungen und im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten (z.B.Schlaganfall, Entzündungen, Tumore, Frakturen, Strahlentherapie, Alzheimer) zu sehen.
Nebenwirkungen von Medikamenten
Als Auslöser von Appetitlosigkeit sind auch die Nebenwirkungen von Medikamenten (wie z.B. Psychopharmka) nicht zu unterschätzen.
Krankheiten, Schmerzen, Depressionen
Krankheiten (z. B. Tumore, Aids, Leberzirrhosen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen) und die damit verbundenen Schmerzen, aber auch Depressionen können Appetitlosigkeit bewirken.
Eingeschränkte Mobilität
Einsamkeit oder auch eingeschränkte Mobilität (mangelnde Möglichkeit zum selbständigen Einkauf) können sich auf den Appetit auswirken.

Wie kann ich Mangelernährung erkennen?
Mangelernährung vermeiden heißt Lebensqualität schenken. Ein guter Ernährungszustand ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit und Lebensqualität. Das gilt gerade für die Zeit während und nach schwerer Krankheit, bei Vorhandensein einer chronischen Erkrankung oder im fortgeschrittenen Alter.
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