Arbeitsplatzbezogene
Therapie (ABT) im REHA SÜD - ein Konzept der Zukunft 
In der Zielsetzung der modernen und zeitgemäßen Ambulanten Rehabilitation
steht mehr und mehr die individuelle Bewältigung des Alltags, im speziellen
des Arbeitsalltags, an vorderster Stelle.
Sowohl der Patient selbst als auch
die Kostenträger (Rentenversicherungen und Krankenkassen) sind primär
daran interessiert, dass der Betroffene möglichst schnell in das Arbeits-
und Alltagsleben zurückkehren kann.

Um darauf gezielt mit entsprechenden Maßnahmen reagieren zu können,
wurde die
Arbeitsplatzbezogene Therapie (ABT) entwickelt, die die REHA
SÜD GmbH seit Anfang Februar 2009 mit in ihr Konzept der AMR integriert hat.
Sie ist Teil eines Test- und Therapiekonzeptes: die
Evaluation
der arbeitsbedingten funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) nach Isernhagen
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Ein System, das bereits seit einigen Jahren von Frau Susan Isernhagen in den USA
entwickelt wurde und sich dort außerordentlich bewährt hat.

Qualifizierung und Personal: Bereits 2007 wurde zum ersten Mal von Mitarbeitern
des REHA SÜD eine Klinik in Hamburg-Harburg besucht, die das EFL-Konzept
seit längerem erfolgreich durchführt. Mit einigen weiteren Zentren,
die ebenfalls bereits über Erfahrungen mit diesem Konzept und insbesondere
mit der Arbeitsplatzbezogenen Therapie verfügen, steht man in regem Kontakt
und Austausch.
Im Juni und November 2008 wurde ein interdisziplinäres
Team des Rehazentrums an der EFL-Akademie in Braunschweig speziell geschult und
mit dem System vertraut gemacht. An der Akademie finden fundierte Grund- und Aufbaukurse
zu diesem Thema statt, die zur Durchführung der Arbeitsplatzbezogenen Therapie
und nach erfolgreicher Absolvierung der Kurse zur Abnahme der EFL-Gutachten befähigt.
Die REHA SÜD GmbH beschäftigt derzeit einen Arzt, eine Ergotherapeutin,
zwei Physiotherapeuten und eine Sportlehrerin, die auf diesem Gebiet spezialisiert
und gesondert geschult sind.

Räumlichkeiten und Ausrüstung: Zum Anfang des Jahres 2009 wurde
das REHA SÜD speziell zum Zwecke der Arbeitsplatzbezogenen Therapie um einen
Raum erweitert. Dieser wurde nach erforderlichen Maßgaben mit Werkzeug und
arbeitsplatzrelevantem Material ausgestattet, so dass dort derzeit an 15 unterschiedlichen
Stationen Übungen aus dem EFL-Katalog zu den Themen Heben und Tragen, Überkopfarbeit,
Leiter steigen, Handkoordination in verschiedenen Ausgangspositionen etc. durchgeführt
werden können. Somit können auf vielseitige Art und Weise an die realen
Bedingungen des Patienten angepasste Arbeitssituationen simuliert werden. Einige
Beispiele sehen Sie rechts.
Aktueller Stand: Die Arbeitsplatzbezogene Therapie (ABT) findet derzeit
im Rahmen der Ambulanten Muskuloskeletalen Rehabilitation statt. Patienten aus
körperlich tätigen Berufsfeldern erhalten nach individuellem Befund
einmal wöchentlich ein arbeitsplatzbezogenes Trainingsprogramm mit einer
standardisierten, rehazielgerichteten Übungsauswahl, die zusätzlich
durch individuelle Übungen ergänzt wird. Um diese Übungsauswahl
so gezielt wie möglich zu gestalten, werden die Patienten im Vorfeld und
am Eingangstag zu ihren Tätigkeitsfeldern befragt und entsprechend eingestuft
und eingewiesen.
Dieses Training findet in oben genanntem, speziell für
die ABT ausgerüsteten Raum statt und wird von unserem hierfür qualifizierten
Personal betreut.
Ausblick: Das REHA SÜD versucht, sich auf dem Gebiet der ABT
ständig weiter zu entwickeln, die Abläufe der ABT zu optimieren und
diese Therapieform möglichst vielen Patienten sinvoll zukommen zu lassen.
Neben dem Einsatz in der ambulanten Rehabilitation soll die ABT sukzessive
auch in andere Bereiche integriert und für andere Zielgruppen zugänglich
gemacht werden - zum Beispiel im Rahmen der betrieblichen Prävention und
in der Arbeitsplatzberatung (Stichworte "Reha Work Systems" und "Gesundheitsmanagement").
Längerfristig soll auch durch Ausarbeitung spezifischer Tests und Einstufungsverfahren
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit leichter und objektsicherer gemacht
werden.